Archiv für den Tag: 2. Februar 2018

Tag 17 – Gibbon Flight

Hallo Freunde,

heute fliege ich! Ich träume schon mein ganzes Froschleben davon zu fliegen oder wie Tarzan durch den Dschungel zu schwingen. Heute geht mein Traum in Erfüllung. Ich werde am Morgen im Hotel abgeholt und fahre eine ganze zeitlang aus Chiang Mai hinaus. Nach etwa 1,5 Stunden stehe ich mitten im nordthailändischen Dschungel. Hier soll gleich der „Gibbon Flight“ stattfinden. Schnell werde ich von einem Guide für das Abenteuer fertig gemacht. Ich bekomme Gurt und Helm und es kann losgehen. Zuerst aber muss ich einen Berg hochlaufen, was ich sichtlich besser hinbekomme als der Guide. Er hat wohl den Tiroler Schleichschritt, meinen Heimatgang für hohe Berge, noch nicht für sich entdeckt. Nach etwa 10 Minuten laufen komme ich an der ersten Flugplattform an. Es geht an einer langen Zipline quer durch den Dschungel. Vor dem ersten Flug bin ich dann doch etwas aufgeregt, aber kaum hänge ich in der Luft ist die Angst vorbei. Das Fliegen macht mir großen Spaß. Die einzelnen Stationen gehen immer höher. Die Plattformen sind an den hohen tropischen Bäumen errichtet. Die höchste Plattform ist etwa 100m hoch. Die Zipline sind unterschiedlich schnell und lang. Die längste Strecke lässt mich 800m durch den Wald fliegen. Es gibt auch Strecken, bei denen man zu zweit nebeneinander fliegt.

Die meiste Überwindung kostet mich dann eine doch sehr spezielle Zipline. Hier wird das Seil an meinem Rücken befestigt und ich springe vorwärts in die Tiefe. Sobald ich gesprungen bin fängt mich das Seil und ich rase auf dem Bauch fliegend durch den Dschungel. Ein tolles Gefühl. Zum Ende werde ich an einem 45m hohem Baum nach unten abgeseilt und der Boden hat mich wieder. Leider habe ich heute keine Gibbons gesehen. Ich genieße vor Ort noch ein leckeres thailändisches Essen und schaue mir auf dem Rückweg zum Hotel noch einen schönen Wasserfall an.

Am Abend schaue ich mir Chiang Mai noch etwas an, esse in einem veganem Restaurant und gönne mir zum Tagesausklang noch eine wohltuende Massage auf dem Nachtmarkt.

Euer Rolf!

Tag 16 – Chiang Mai und seine vielen Tempel

Hallo Freunde,

heute besuche ich einige der zahlreichen schönen buddhistischen Tempel in Chiang Mai. Ich starte mit einem Tempel hoch auf dem Berg. Es geht auf etwa 1000m hoch zur Besichtigung des Phra That Doi Suthep. Ich fahre mit einem roten Taxi, einer Art Sammeltaxi die überall in Chiang Mai herumfahren, herauf zum Tempel. Das Taxi ist eine Art offener Lieferwagen mit zwei Sitzreihen seitlich zur Fahrtrichtung. Nach einigem Verhandeln mit dem Fahrer geht es los. Ich fahre etwa 30 min Serpentinen mit diesem Gefährt hoch; nicht unbedingt angenehm für den Magen. Endlich oben angekommen überrennen mich fast die Touristenmassen. Dies ist definitiv ein sehr beliebter Tempel, denke ich mir, und beginne den Aufstieg der etwa 100 Stufen bis zum Gipfel. Begleitet werde ich von unzähligen Buddha Figuren, Drachenköpfen und anderen Wesen. Es ist zum Glück angenehm kühl hier oben, sonst wäre das Treppensteigen ziemlich übel. Angekommen auf dem Gipfel strahlen mich bereits die goldüberzogenen Tempel und Buddha Bildnisse an. Es gibt einen äußeren Tempelring und einen Innenhof, welcher nur mit ausgezogenen Schuhen und angemessener Kleidung betreten werden darf. Rund um mich funkelt es und die Sonne spiegelt sich in unzähligen der goldenen Statuen.

Nach dem Besuch des inneren Tempels gehe ich zum äußere Rand und ich bekomme eine wunderschöne Aussicht über ganz Chiang Mai und seine Umgebung. Es herrscht herrlicher Sonnenschein und die Landschaft ist grün und saftig.

Ich verbringe noch eine Weile hier, bevor ich mich wieder auf den Weg nach unten zu meinem Fahrer mache.

Auf dem Weg nach unten kann das Auto zum Glück nicht so rasen, da sich eine große Schlange von Autos den Berg hinunter schlängelt. Dies tut meinem Magen sichtlich besser. Statt mich zu meinem Hotel zurück zu bringen, lasse ich mich vom Fahrer in der Altstadt vor dem Tempel „Wat Chedi Luang“ absetzen. In der Region Chiang Mai existieren mehr als 300 Tempel. Dieser ist ein sehr schöner und auch ein sehr beliebter seiner Art. In jedem dieser Tempel muss ich meine Schuhe vor dem Betreten ausziehen und mir die Knie und Schultern bedecken. Im Haupttempel findet gerade eine Versammlung von Mönchen statt, welcher ich eine Weile gespannt lausche.

Nach diesem Erlebnis gehe ich weiter durch die Altstadt von Chiang Mai, vorbei an weiteren Tempeln und kleinen Geschäften, vielen Bars und Restaurants. Die Stadt ist ziemlich gut auf Touristen eingestellt, zeigt jedoch auch das lokale Leben der Einheimischen in den Schulen und lokalen Läden. Zum Abschluss besuche ich noch den „Wat Chiang Man“. Ein weiterer, sehr interessanter Tempel.

Anschließend erkunde ich die Stadt noch etwas und überquere 2 alte Brücken auf meinem Weg.

Nach einer längeren Verschnaufpause entschließe ich, mich noch einmal auf den Weg zum Nachtmarkt und dem darauf befindlichen Foodmarket zu begeben. Eine läuft angenehme Livemusik nebenher und ich gönne mir mein Abendessen. Währenddessen fällt mir auf, dass ja heute eine Mondfinsternis stattfindet. Im Vergleich zu Europas ist diese hier glücklicherweise zu sehen.

Während ich das Spektakel beobachte erblickt mein erquicktes Froschauge eine tolle Gefährtin und ich mache mich auf den Weg sie kennen zu lernen. Wir kamen uns sehr nahe, doch sie musste leider wieder von Dannen ziehen.

So beende ich dem Abend und morgen geht es für mich hoch hinaus.

Euer Rolf!