Tag 4 – Aus zwei Schwänen wird ein Hase

Liebe Freunde,

heute mache ich einen Ausflug. Dafür klingelt der Wecker wieder äußert früh, denn um acht Uhr werde ich bereits abgeholt. Die übliche Prozedur des Aufstehens und Frühstücken steht an und wird trotz großer Müdigkeit gut gemeistert.

Um kurz vor Acht wartet der Tour-Guide bereits auf mich in der Lobby. Zuerst wird es zu einem lokalem Morgenmarkt gehen, dann zum Kanufahren an einen Fluss und letztendlich darf ich auch noch an einem Wasserfall baden.

Außer mir fährt niemand mehr mit, also suche ich mir ein schönes Plätzchen im „luxuriösen Kleinbus“ aus und los geht die Fahrt.

Der Morgenmarkt befindet sich in einem etwa 30 min entfernten Dorf. Hier verkaufen Einheimische hauptsächlich Gemüse, Fisch und Fleisch. Der Guide läuft mit mir über den Markt und zeigt mir verschiedenen typisch thailändischen Erzeugnisse. Der Geruch auf dem Markt ist mal gut und mal ziemlich gewöhnungsbedürftig. Der erste Stand ist ein Obststand, mir werden Mangos mit verschiedenem Reifezustand, Jackfruit und Thai-Äpfel gezeigt. Die Thai-Äpfel erinnern von der Form her an Paprikas. Die mir bekannten Äpfel werden hier nicht angebaut, sie müssen aus China importiert werden. Weiter geht es zum Gemüse. Es gibt unzählige Sorten von Auberginen. Die Auberginen sind winzig und haben keinerlei Ähnlichkeit mehr mit der mir bekannten. Dann steuern wir auf Chillischoten und Bohnen zu. Beides ist äußerst beliebt hier zu Lande. Aus Bohnen wird gefühlt alles hergestellt. Es beginnt etwas streng zu riechen, der Fisch und das Fleisch ist an der Reihe. Ganze Hühner und jede Menge Fisch wird verkauft. Der Fisch wurde in der Nacht gefangen und wird dann direkt zum Markt gebracht. Ich fühle mit den Fischen, denn manche Zappeln noch. Als wir die Fisch- und Fleischabteilung verlassen werden mir noch Eier und Nudeln gezeigt – die haben wir selbst in Deutschland. Ich koste noch ein Stück gebratene Kokosmilch, die Konsistenz erinnert an Milchreis mit etwas zu viel Milch, geschmacklich ist das ganze recht neutral.

Genug gegessen und ab zum nächsten Stopp. Wir fahren weiter zu einem Flusslauf durch einen Mangrovenwald. Der Fluss wird Little Amazonas genannt. Vor Ort wartet bereits ein weiterer Guide auf mich. Ich hüpfe ins Kanu und die idyllische Fahrt beginnt. Da meine Rückenmuskulatur nicht besonders trainiert ist oder vielleicht auch gar nicht existiert, ist es nicht sonderlich bequem im Boot, aber die Natur entschädigt jegliche Schmerzen. Ich beobachte Schlangen, Warane und lustige Vögel. Die Sonne scheint mir angenehm auf die Froschhaut und aus dem Wald kommen allerlei interessante Tiergeräusche. Hin und wieder habe ich auch die Möglichkeit einen Schmetterling oder eine Libelle zu schnappen.

Der nächste Stopp ist ein Wasserfall. Nach ein paar Steinen, Stufen und provisorischen Brücken ist der Wasserfall erreicht. Das kalte Wasser plätschert aus der Höhe in Richtung Dschungel. Ich nehme ein kühles Bad und werde anschließend mit einer erfrischenden Cola zurück zum Hotel gebracht.

Im Hotel angekommen ereignet sich ein dramatisches Ereignis. Aus den 2 Schwänen wurde urplötzlich ein Hase! Was hab ich mich erschreckt.

Den Nachmittag verbringe ich am Strand und mit Flamingo Harald im Pool.

Am Abend geht es noch einmal vor die Tür für mich. Nach einer leckeren Stärkung schlendere ich noch über den Nachtmarkt, bevor es zurück in die Heia geht.

Viele Grüße,

dein Rolf

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