Archiv für den Tag: 3. Dezember 2018

Tag 4 – Aus zwei Schwänen wird ein Hase

Liebe Freunde,

heute mache ich einen Ausflug. Dafür klingelt der Wecker wieder äußert früh, denn um acht Uhr werde ich bereits abgeholt. Die übliche Prozedur des Aufstehens und Frühstücken steht an und wird trotz großer Müdigkeit gut gemeistert.

Um kurz vor Acht wartet der Tour-Guide bereits auf mich in der Lobby. Zuerst wird es zu einem lokalem Morgenmarkt gehen, dann zum Kanufahren an einen Fluss und letztendlich darf ich auch noch an einem Wasserfall baden.

Außer mir fährt niemand mehr mit, also suche ich mir ein schönes Plätzchen im „luxuriösen Kleinbus“ aus und los geht die Fahrt.

Der Morgenmarkt befindet sich in einem etwa 30 min entfernten Dorf. Hier verkaufen Einheimische hauptsächlich Gemüse, Fisch und Fleisch. Der Guide läuft mit mir über den Markt und zeigt mir verschiedenen typisch thailändischen Erzeugnisse. Der Geruch auf dem Markt ist mal gut und mal ziemlich gewöhnungsbedürftig. Der erste Stand ist ein Obststand, mir werden Mangos mit verschiedenem Reifezustand, Jackfruit und Thai-Äpfel gezeigt. Die Thai-Äpfel erinnern von der Form her an Paprikas. Die mir bekannten Äpfel werden hier nicht angebaut, sie müssen aus China importiert werden. Weiter geht es zum Gemüse. Es gibt unzählige Sorten von Auberginen. Die Auberginen sind winzig und haben keinerlei Ähnlichkeit mehr mit der mir bekannten. Dann steuern wir auf Chillischoten und Bohnen zu. Beides ist äußerst beliebt hier zu Lande. Aus Bohnen wird gefühlt alles hergestellt. Es beginnt etwas streng zu riechen, der Fisch und das Fleisch ist an der Reihe. Ganze Hühner und jede Menge Fisch wird verkauft. Der Fisch wurde in der Nacht gefangen und wird dann direkt zum Markt gebracht. Ich fühle mit den Fischen, denn manche Zappeln noch. Als wir die Fisch- und Fleischabteilung verlassen werden mir noch Eier und Nudeln gezeigt – die haben wir selbst in Deutschland. Ich koste noch ein Stück gebratene Kokosmilch, die Konsistenz erinnert an Milchreis mit etwas zu viel Milch, geschmacklich ist das ganze recht neutral.

Genug gegessen und ab zum nächsten Stopp. Wir fahren weiter zu einem Flusslauf durch einen Mangrovenwald. Der Fluss wird Little Amazonas genannt. Vor Ort wartet bereits ein weiterer Guide auf mich. Ich hüpfe ins Kanu und die idyllische Fahrt beginnt. Da meine Rückenmuskulatur nicht besonders trainiert ist oder vielleicht auch gar nicht existiert, ist es nicht sonderlich bequem im Boot, aber die Natur entschädigt jegliche Schmerzen. Ich beobachte Schlangen, Warane und lustige Vögel. Die Sonne scheint mir angenehm auf die Froschhaut und aus dem Wald kommen allerlei interessante Tiergeräusche. Hin und wieder habe ich auch die Möglichkeit einen Schmetterling oder eine Libelle zu schnappen.

Der nächste Stopp ist ein Wasserfall. Nach ein paar Steinen, Stufen und provisorischen Brücken ist der Wasserfall erreicht. Das kalte Wasser plätschert aus der Höhe in Richtung Dschungel. Ich nehme ein kühles Bad und werde anschließend mit einer erfrischenden Cola zurück zum Hotel gebracht.

Im Hotel angekommen ereignet sich ein dramatisches Ereignis. Aus den 2 Schwänen wurde urplötzlich ein Hase! Was hab ich mich erschreckt.

Den Nachmittag verbringe ich am Strand und mit Flamingo Harald im Pool.

Am Abend geht es noch einmal vor die Tür für mich. Nach einer leckeren Stärkung schlendere ich noch über den Nachtmarkt, bevor es zurück in die Heia geht.

Viele Grüße,

dein Rolf

Tag 3 – Khao Lak, Strand und Meer

Hallo Freunde,

heute morgen stehe ich um acht Uhr auf. Ich hüpfe aus dem Bett, öffne die Vorhänge und mich erwartet ein traumhafter blauer Himmel. Ich öffne schnell die Terrassentür und strecke meine Schenkel in das angenehm temperierte Wasser. Ein Glück, dass ich direkten Poolzugang von meiner Terrasse aus habe.

Ich gönne mir ein reichhaltiges Frühstück bestehend aus Pancakes, Obst, Nudeln und Rührei. Dann kann das Tagesprogramm beginnen.

Ich entscheide mich am kilometerlangen Strand lang zu hüpfen. Der Strand ist wunderschön, kaum jemand ist im Wasser und jeder läuft nur gemütlich am Strand auf und ab. Nach einiger Zeit wird mein Froschkopf ziemlich heiß, die Hitze am Strand ohne Schatten ist nicht zu unterschätzen. Ich trinke in einer Strandbar einige Wasser und Frosch-Cola. Dann geht es weiter. Mit dem Sammeltaxi, bei welchem ich auf der Ladefläche eines Lieferwagens (mit Bänken natürlich) Platz nehme, geht es zurück ins Zentrum von Bang Niang. Im Dezember 2004 wütete in Khao Lak und besonders in Bang Niang ein zerstörender Tsunami. Ein riesiges Polizeiboot wurde 2km ins Landesinnere von den Wassermassen gespült. Dieses Schiff schaue ich mir nun an. Es ist sehr schwer zu verstehen und zu fassen, mit welcher Kraft das Wasser hier gewütet hat. Beim Anblick des Schiffes bin ich doch etwas fassungslos.

Die Sonne scheint weiter erbarmungslos auf meine Froschhaut. Ich hüpfe entspannt zurück zum Hotel. Im Hotel merke ich, dass meine Haut nun dunkelgrün ist. Schnell streife ich ein UV-Frosch-Shirt über und hüpfe in den erfrischenden Pool. Das Wasser ist herrlich. Ich verweile einige Zeit im und am Pool. Gegen 15 Uhr schiebt sich eine sehr dunkle Regenwolke über mich und den Pool, ein auf die andere Sekunde schüttet es wie aus Eimern. Der Regen ist warm und ich genieße das zusätzliche Wasser von oben. Nach 10 Minuten ist die Wolke weg und die Sonne wieder da.

Am Abend gehe ich in einem Lokal mit dem Namen „Wonderland“ essen. Das Lokal ist sehr schön beleuchtet und mit allem möglichen Kitsch ausgestattet. Verwunderlich ist allerdings nur die spezielle Art des Personals. Nach dem Essen gibt es noch eine Thai-Massage. Mein armer Froschkörper wurde aufs gröbste durchpassiert. Nach einer Stunde schmerzen fühle ich mich aber etwas beweglicher und entspannter.

Euer Rolfi