Marrakesch Tag 8 – Aït-Ben-Haddou und Ouarzazate

Hallo Freunde,

heute steht ein Tagesausflug in die beiden Wüstenstädte Aït-Ben-Haddou und Ouarzazate an. Ich muss früh aufstehen, denn die Fahrt ist lang.

Um sieben Uhr stehen Karlchen und ich bereits am Treffpunkt. Leider verspätet sich die Abfahrt um eine Dreiviertel Stunde. Die Fahrt in die Wüstenstädte führt uns einmal komplett über das Atlasgebirge. Wir fahren über den etwa 2000 Meter hoch gelegenen Tizi n‘ Tschica Pass. Es geht stundenlang vorbei an kargen, aber imposanten Felswänden und Steinwüsten. Zwischenzeitlich dürfen wir hin und wieder aussteigen um die Landschaft zu bewundern. Auf dem höchsten Punkt des Passes sind es gerade einmal sieben Grad.

Nach längerer Fahrt kommen wir in Aït-Ben-Haddou an. Die Stadt wurde nicht nur zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt sondern war auch Kulisse für zahlreiche Filme, deren Schauplatz in der Wüste liegen. Hier wurden unter anderem die Filme „Der Gladiator“, „Der Prinz von Persien“ und „Games of Throns“ gedreht. Ein Guide holt uns direkt am Bus ab und scheucht uns leider im Eiltempo durch das schöne Wüstenstädtchen. In der Mittagssonne ist es ganz schön warm in der Wüste. Das Thermometer zeigt 34 Grad an. Ich versuche immer wieder hinter Mauern und größeren Steine etwas Schatten für meine empfindliche Froschhaut zu finden. Der Guide lacht mich aus und nennt mich Crazy German.

Nach der Eiltour durch die Stadt werden wir zum Mittagessen in einem riesigen Restaurantkomplex abgeladen. Das Essen und der Service ist mäßig.

Nach dem Essen geht unsere Fahrt weiter nach Ouarzazate. Hier befinden sich zwei Filmstudios und ein kleines Filmmuseum. Ansonsten gibt es in dem Städtchen nicht viel. Karlchen sucht verzweifelt nach einem Holz- oder Steinkamel, das ihm optisch zusagt. Leider eine schwere, heute nicht lösbare, Aufgabe. Er entscheidet sich später für ein Steingürteltier. Ästhetik ist Karlchen wichtig!

Nach einer Stunde Aufenthalt geht die lange Reise nach Marrakesch zurück. Bei Sonnenuntergang sehen die Berge des Atlas und die Steinwüste noch faszinierender aus. Etwa vier Stunden später kommen wir müde in Marrakesch an, verzichten aufs Abendessen und fallen erschöpft ins Bett.

Bis morgen,

euer Rolf!

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