Archiv für den Monat: September 2015

Tag 7 – New Orleans

Am nächsten Morgen und nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg in die Stadt, um unsere neue Unterkunft zu beziehen und um New Orleans zu besichtigen. Das Auto findet Platz im Parkhaus des städtischen Krankenhauses. Die Preise für Parkplätze in New Orleans sind immens. In der Innenstadt kann ein Parkplatz für 24h gut und gerne mal 40-50€ kosten. 

Nachdem wo das Auto los sind machen wir uns auf den Weg zu unserem Hotel und lassen die Koffer gleich dort. Wieder aus dem Hotel heraus bewegen wir uns in Richtung Mississippi die Straße entlang und merken die immer schneller steigende Hitze des Tages.  In einem kleinen Kaffee am French Market lassen wir uns nieder und genießen lokale Spezialitäten bei entspannender Jazz Livemusik. 

Anschließend zieht es uns durch einige Souveniershops und diverse kleine Gassen der Stadt. Kurzentschlossen buchen wir eine 3 stündige Stadtrundfahrt am Nachmittag. Diese Wird in einem aus mit etwa 20 Leuten von einem Einheimischen durchgeführt. Wärmend der Fahrt erfahren wir was der Katrina mit der Stadt 2007 angestellt hat und was seitdem wieder geschaffen wurde. 

Nach dem Ende der Tour entschließen wir uns noch etwas essen zu gehen und anschließend eine Jazz Bar in der Frenchman Street zu besuchen. Die Musik ist gut, aber die Müdigkeit zieht uns nach kurzer Zeit zurück in Richtung Hotel. 

Tag 6 – Von Natchez nach New Orleans

Nachdem wir unsere grausame Unterkumft fluchtartig verlassen haben, machen wir uns auf den Weg zu den ersten Herrenhäusern und Bauwollplantagen für die Natchez berühmt ist. 

Wir schauen uns 3 Häuser von außen an und allesamt sind sehr gepflegt und versetzen einen in die Zeit der Sklaverei. Wo die „weißen Herren“ über ihre Sklaven verfügt haben wie es ihnen beliebte. So schön der Anblick auch ist, man sollte sich die Verhältnisse immer vor Augen halten. 

Nach den Erkundungen machen wir uns auf den Weg von Natchez nach Süden in Richtung New Orleans. Bevor wir dort aber ankommen machen wir nach einer halben Stunde halt im St. Catherine Creek National Wildlife Refuge. Dies ist ein Wildgehäge welches sowohl Sumpfgebiete, als auch Wälder und Wanderstrecken beinhaltet.  Unser erster Abstecher nach dem obligatorisch Besuch des Visitorcenters führt uns in den sumpfigen Teil des Parks. Man hat uns nicht zu viel versprochen. Die Gegend ist atemberaubend und die Vogelvielfalt beachtlich. Staunenden Auges warten wir auf einer Dachstraße entlang, während sich rechts und links von uns der Sumpf erstreckt. Auf der Weiterfahrt entdecken wir ein Mini Krokodil. 

Der nächste Abschnitt führt uns zu den Wanderpfaden, welche bei einer Hitze um die 28 Grad zum Glück durch den Wald führen. Jedoch war die Idee nicht sonderlich gut. Nach den ersten Hundert Meter begannen sich metergroße Spinnennetze über die Wege zu spannen,  welche mit nicht weniger großen Spinnen bestückt sind. Nach einer gefühlten Ewigkeit können wir dieser Hölle endlich wieder entfliehen und setzen unseren Weg nach New Orleans fort. 

Nach einer längeren Fahrt erreichen wir um 17 Uhr die Oak Alley Plantation. Diese Baumwollplantage ist landesweit berühmt und das nicht zu Unrecht. Das Gelände ist atemberaubend schön angelegt und erstreckt sich über etliche hundert Meter. Alles ist akkurat gepflegt und die Bäume in der Allee, welche dem Gelände den Namen gibt, sind akkurat in Reihe gepflanzt. Nach diesem Erlebnis packt uns der Hunger und wir fahren weiter nach New Orleans. Wir lassen uns in einem kleinen Motel am Staftrand nieder.

Tag 5 – Von Vicksburg nach Natchez

Tag 5 bricht an und nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf den Weg in den Vicksburg National Military Park. Der Park erzählt die Geschichte des Bürgerkrieges in Vicksburg und ist, wie könnte es anders sein, komplett mit dem Auto durchfahrbar.

An den Seiten des sehr schön angelegten Parks stehen unzählige Denkmäler die an die diversen Divisionen der Süd- und Nordstaaten erinnern. Am Ende folgt noch ein wieder aufgebautes Kriegsschiff und der Soldatenfriedhof. Im Ganzen sehr beeindruckend. 

Nach dem Ende geht es weiter von Vicksburg in Richtung Jackson, der Hauptstadt des Bundesstaates Mississippi. In Jackson befindet sich ein großes Outlet und so machen wir unsere ersten größeren Einkäufe in Übersee. 

Nach dem Shoppingtrip geht es weiter auf den Natchez Park Traceway, welcher durch sehr schöne Landschaft bis nach Natchez führen soll. Diese Behauptung ist leider etwas überzogen, denn der Weg ist zwar sehr schön, aber so eintönig, dass man beim Fahren droht einzuschlafen. 

Endlich in Natchez angekommen beziehen wir ein Motel, welches uns der Hot Deal des Tages rausgespuckt hat. Leider…denn dies war das schlimmste Hotel der Reise, alle war dreckig und fleckig. Die Nacht sollte nicht zu lang werden… 

Tag 4 – Von Horn Lake nach Vicksburg

Tag 4 ist angebrochen und nach einem reichhaltigen Frühstück geht es auf auf in Richtung Vicksburg. Die Strecke sollte sich noch als große Herausforderung herausstellen. 

Der Weg soll über die Great River Road entlang des Mississippi führen. Leider ist die Strecke alles andere als dicht am Fluss. Das einzige was man sieht sind staubige Felder und eine ewig lange, bis zum Horizont reichende Straße. Die Stunden gingen gefühlt garnicht vorbei und so einschließen wir uns irgendwann quer Feld ein zu fahren, um dem Fluss endlich einmal zu sehen.

Nach ein paar Kilometerm vorbei am Erntefahrzeugen, erreichen wir einen Privatweg, an dem wir unser Auto abstellen. Nach 5 min Fußmarsch sehen wir ihn endlich, den imposant breiten und äußerst trüben Fluss. Auf dem Rückweg gesellen sich einige Mücken zu uns und bereiten ein nicht allzu angenehmen Rückweg. 

Zurück auf der Straße geht es stundenlang weiter und nur der Tempomat macht die Fahrt halbwegs erträglich. Nach einem Mittagsessen bei Taco Bell und einer weiteren ewigen Fahrt erreichen wir endlich Vicksburg. Auf der gesamten Strecke haben wir nicht einmal den Mississippi vonnahem gesehen. 

In Vicksburg angekommen suchen wir uns ein Hotel und machen uns danach auf zum Visitor Center, wo wir interessante Informationen für den Abend und den nächsten Tag erhalten. Anschließend fahren wir einen der beiden Scenic Drives durch die Stadt und schauen uns alte Südtsaatenvillen an. Am Hafen angekommen haben wir das erste Mal einen imposanten Blick über den Fluss in seiner gesamten Mächtigkeit. Wir schauen uns die mächtigen Brücken an, die über ihn führen und  sehen dann ein riesiges Dampfschiff am Hafen, wo wir uns sogleich hinbewegen. 

Entgegen unserer Erwartungen stellt es sich nicht als Schiff heraus, sondern als riesiges Casino. Wir gehen hinein und ich darf endlich das erste Mal mein Glück versuchen in meinem Jungen Froschleben. Leider frisst der Automat nur meine schönen Dollars und spuckt nichts mehr aus. Immerhin sind die Gerränke kostenlos…

Am Abend fahren wir noch zu einem Outlet, welches sich aber als wenig reizvoll herumstellte und auch die städtische Mall war eher zum gruseln, als zum Einkaufen geeignet. 

Den Abend beschließen wir mit einer Pizza und freuen uns auf den nächsten Tag, wenn es weiter geht nach Natchez.